09.02.12: Eine Woche der besonderen Art...
... verbrachten 16 Schülerinnen und Schüler des Arnold-Janssen-Gymnasiums vom 25. Januar bis zum 1. Februar im französischen Compiègne. Das Austauschprojekt für die Jahrgangsstufe EF (Einführungsphase - Klasse 10) mit der „Institution Guynemer“ ist schon seit 35 Jahren sehr erfolgreich und auch in diesem Jahr wurde die Gruppe von den Lehrerinnen Maria Kleinitz und Sabine Thieroff begleitet.
Eine Woche voller neuer und spannender Erfahrungen startete am Mittwochabend, als die Gastfamilien schon gespannt am Bahnhof in Compiègne warteten. Beim gemeinsamen Abendessen in den Familien wurden dann die ersten Gespräche nur auf Französisch geführt.
Schon am Donnerstagnachmittag startete für die 16 deutschen Austauschschüler und -schülerinnen die Schule, in der sie nicht nur neue Mitschüler und Lehrer, sondern auch das System einer Ganztagsschule kennenlernten. Nach einer ausführlichen Besichtigung der „Institution Guynemer“, in der die Deutschen sich nicht nur die Schule, sondern auch das Internat der französischen Partnerschule anschauten, ging es zum ersten Mal in den normalen Schulunterricht mit den jeweiligen Austauschpartnern.
Einer der Höhepunkte des deutsch-französischen Austausches war der Besuch in Paris am Freitag.
Schon früh morgens machte sich ein Bus voller aufgeregter Schülerinnen und Schüler inklusive deren französische Austauschpartner, mit denen man sich mittlerweile gut angefreundet hatte, und Lehrer auf den Weg in die Hauptstadt Frankreichs.
Nach einem Zwischenstopp am Eiffelturm erreichte die Gruppe das „Musée d’Orsay“, das erste Ziel. Hier konnten die gespannten Austauschschüler unter anderem Gemälde van Goghs und anderer berühmter Impressionisten bestaunen. Besonders interessant ist dieses Museum, da das Gebäude, in dem nun viele Malereien und Bildhauereien zu sehen sind, früher als Bahnhof diente und dieses auch heute noch durch seine spezielle Bauweise auffällt.
Nach einem Picknick in dem nahe gelegenen „Jardin des Tuileries“ ging es nun weiter zur Schiffsrundfahrt auf der Seine. Auf dem Fußweg hatten alle die Möglichkeit, den Louvre und seine große Glaspyramide zu bewundern.
Während der Schiffsrundfahrt konnten nochmals der Eiffelturm, die Kathedrale Notre-Dame, das Rathaus sowie viele andere bedeutsame Bauwerke betrachtet und fotografiert werden.
Leider ging der sonnige Tag in Paris viel zu schnell zu Ende und so machte man sich auf den Heimweg in die Gastfamilien, wo abends zusammen gegessen, geredet und das ein oder andere Gesellschaftsspiel noch aus dem Schrank geholt wurde. Schon bald fühlten sich die meisten deutschen Schüler in ihren französischen Gastfamilien wohl und erlebten am Wochenende, das innerhalb der Gastfamilien verbracht wurde, die französische Lebensweise mit ihrem deliziösen Essen und ihrem lockeren Humor.
Einige der Schülerinnen und Schüler fuhren mit ihren französischen Familien in das weitbekannte Disneyland oder besuchten das majestätische Schloss Versailles.
Die Stadt Compiègne wurde am Montagmorgen von der Gruppe mit einer Fremdenführerin besichtigt. Nachdem Sehenswürdigkeiten wie das Rathaus, die Kirchen und einige bedeutsame Denkmäler besucht wurden, ging es in das Schloss von Compiègne, in dem unter anderem schon Napoleon I sowie Napoleon III herrschten.
Am Dienstagmorgen genossen die Austauschschüler des Arnold-Janssen-Gymnasiums zum letzten Mal den französischen Schulalltag. Der Nachmittag stand den Schülern zur freien Verfügung, um noch einmal die Innenstadt zu besuchen. Nach einem „Goûter d’adieu“ mit der gesamten Gruppe und einem letzten Essen in den Gastfamilien hieß es am Mittwochmorgen Abschied nehmen. So kullerten am Bahnhof einige Tränen und viele Schüler stiegen mit dem Wunsch in den Zug, noch etwas länger zu bleiben oder auch irgendwann einmal zurückzukehren. Mit vielen schönen Eindrücken und Erfahrungen und einem hoffentlich besseren Französisch kamen die Schüler am Mittwochabend am Bahnhof in Rheine an. (Alexandra, EF)



